Sündig, The Beast 1 Von M. J. Haag

Märchenadaption für Erwachsene

Kennt ihr das Märchen „Die Schöne und das Biest“ und liebt es?
Dann solltet ihr euch „Sündig, The Beast 1“ nicht entgehen lassen.

Für die junge Benella lebt mit ihrem Vater und den beiden Schwestern in Konrall, einem kleinen Dorf. Das Leben ist ein täglicher Kampf ums Überleben.
Auf der täglichen Suche nach etwas Essbarem für ihre Familie wagt sich Benella immer öfter in die Nähe eines düsteren, unheimlichen Anwesen. Hinter deren Mauern wohnt ein Biest, dass keine Gnade mit unliebsamen Eindringlingen hat. Doch wenn sie nicht verhungern wollen, bleibt ihr keine andere Wahl. Sie muss etwas finden, was sie in den Geschäften im Dorf gegen Brot, Speck, Mehl, Reis oder ähnlichem eintauschen kann. Durch einen kleinen Riss im Mauerwerk gelangt Benella in den wunderschönen Garten des Biestes und dort wächst merkwürdigerweise immer etwas, dass sie gebrauchen kann.
Doch es wird immer schwieriger, sich dort aufzuhalten, denn zwei der Dorfjungen schickanieren sie immer wieder und sperren sie auf dem Gelände ein. Benella befürchtete, dass sie dieses Vergehen nicht überleben wird und das Biest sie für ihr unerlaubtes Eindringen bestrafen wird, doch überraschender Weise geschied etwas völlig unerwartetes……

Das Cover hat mich nicht unbedingt an das Märchen erinnert, aber wenn es sich um ein Buch für Erwachsene handelt, ist das auch nicht zwingend notwendig.
Es ist der erste Teil der Reihe und meine Erwartungen an dieses Buch waren hoch.
Ich war deshalb sehr erstaunt, als ich eine Geschichte vorfand, die dem Original doch sehr ähnlich ist.
Der Schreibstil ist zwar flüssig, jedoch war er für mich etwas gewöhnungsbedürftig.
Ich bin jedoch gut in die Geschichte hinein gekommen, allerdings empfand ich den Namen „Benella“ für den Lesefluss doch als störend. Er war mir nicht geläufig und ich ertappte mich oft dabei, dass ich eine „Bella“ aus ihr machte.
Sehr viel passiert in diesem Teil leider auch nicht und der Leser erfährt fast nichts über die Beweggründe des Biestes. Seine Gedanken bleiben außen vor und auch seine Emotionen sind nur teilweise spürbar. Nur durch die latente Erotik hebt sich die Geschichte vom Original ab.
Geschrieben ist die Geschichte aus der Sicht von Benella.
Sie ist als Propagonistin authentisch und ich konnte ihre Gefühle gut nachvollziehen.
Benella ist ein sehr intelligentes Mädchen, dass gerne liest und so viel wie möglich lernen möchte. Sie ist sehr verantwortungsvoll und besorgt um ihre Familie.
Ihre Schwestern hingegen, die sich um den Haushalt kümmern, werden egoistischer dargestellt. Sie unterschlagen das wenige Geld, dass Benella durch ihren Handel verdient und nutzen es für eigene Zwecke anstatt es für die Familie zu verwenden.
Das Biest tritt in diesem ersten Teil noch nicht körperlich in Erscheinung. Er befindet sich immer in einem Nebel. Auch das Verhalten Benella gegenüber würde ich noch als schroff bezeichnen, auch wenn er sich um ihre Verletzungen kümmert. Von Romantik ist hier noch nichts zu spüren.
Ich konnte mit der Geschichte leider nicht richtig warm werden. Doch ich denke, dass diese Märchenadaption bestimmt ihre Lese finden wird.
Von mir gibt es 2,5 Sterne, aufgerundet auf 3 Sterne ⭐⭐⭐

Ich bedanke mich Feuerwerke-Verlag für die kostenlose Bereitstellung des Rezessionsexemplars.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s