Schwesternherzen und ein unsichtbarer Hund

Es ist eine tolle Geschichte über zwei Schwestern, die sich ihrer Vergangenheit stellen müssen.

Die Schwestern Eva und Chrysanthis könnten nicht unterschiedlicher sein. Die schüchterne Eva ist  Alleinerziehend und arbeitslos. Sie versucht mit einem Onlineshop etwas Geld zu verdienen und lebt mit ihrer dreizehn Jahre alten Tochter Mimi in einer kleinen Dreizimmerwohnung.
Obwohl sie eine attraktive Frau ist, verhindert ihre Schüchternheit häufig eine Beziehung und deshalb verlegt sie sich lieber auf virtuelle Kontakte.
Chrysanthis, die sich selbst lieber Sly nennt, ist das genaue Gegenteil von ihrer Schwester.
Für sie steht die Karriere an erster Stelle, ihr Geld gibt sie lieber für Intimschmuck aus und ihre Liebhaber wechseln des öfteren.
Nach dem Tod ihres Vaters erben Eva und Sly ihr ehemaliges Elternhaus.
Die Stimmung ist bei Beiden sehr angespannt, als sie notgedrungen wieder in ihre Kinderzimmer ziehen um den Nachlass möglichst schnell zu regeln.
Genau wie in ihrer Kindheit gibt es ständig Streit zwischen den beiden Schwestern.
Es dauert nicht lange und die Vergangenheit holt sie ein. Ihnen bleibt keine andere Wahl, als sich ihr zu stellen. Doch das ist nicht alles, denn es gibt da auch noch zwei sympathische und attraktive Männer, die ihnen den Kopf verdrehen.

Ich bedanke mich bei der Autorin Lilly Römheld, die mir das E-Book kostenlos zur Verfügung gestellt hat. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.
Das Cover hat mich erstmal nicht sonderlich angesprochen. Ich nehme an, dass es ein Fenster des Elternhauses darstellen soll, doch zum Buch passt es meiner Meinung nach nicht so richtig. 
Geschrieben sind die Kapitel abwesend aus der Sicht von Eva und Sly. Zu Beginn hatte ich einige Probleme in die Geschichte hineinzufinden, denn das Tempo des Plots ist sehr hoch.
Doch nach und nach wurde es besser und ich stecke plötzlich mitten drin in der Story.

Sehr gut gefallen hat mir, dass die Propagonistinnen bereits im „gestandenen Alter“ und über vierzig sind und keine jungen Hühner. Die Autorin lässt sie offen über ihre Probleme und Konflikte reden und beide machen keinen Hehl aus ihrer komplizierten und angespannten  Beziehung. Sie sind bissig und spöttisch, aber auch immer wieder nachdenklich.
Ich bin in die Geschichte eingetaucht und war gespannt, ob und wie die Beiden wieder zueinander finden und ob sie ihre Konflikte lösen können.
In der Buchbeschreibung ist die Rede von einer Familienkomödie, doch dieses Wort wird dem Plot nicht gerecht. Es ist eine wunderschöne Geschichte, mit viel Tiefgang, über zwei Schwestern, die sich ihrer Vergangenheit stellen müssen.
Gespickt mit viel Humor und etwas Erotik bietet die Geschichte eine abwechslungsreich und spritzige Unterhaltung.

4 von 5 Sternen ⭐⭐⭐⭐ und eine Leseempfehlung!

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