„Rote Tränen“ von Mike Landin

Jacob ist alles andere als begeistert, als seine Eltern mit ihm und seiner Schwester Lena, in deren Heimat zurückziehen und fortan auf einen Hof in den Berchtesgadener Alpen leben wollen. Und dann gibt es auch noch Probleme bei der Anreise, denn sie geraten mit dem zukünftigen Bürgermeister Huber aneinander.
Nur Hannah, die gleichaltrige Tochter des Nachbarn hebt seine Stimmung etwas an. Als kurze Zeit später das sechste junge Mädchen innerhalb von zwanzig Jahren  spurlos verschwindet, wird Jacob schnell klar, dass seine Eltern etwas verschweigen. Sie reagieren sehr verschlossen und reserviert auf Fragen. Zusammen mit Hannah versucht er den Geheimnissen auf die Spur zu kommen. Schon bald merken die Beiden, dass auch Hannahs Familie in die Geschehnisse verstrickt sind.

Ich bin eigentlich nicht so der Fan von Thriller, doch „Rote Tränen“ hat mich in vieler Hinsicht positiv überrascht.
Das Cover ist schlicht gehalten, passt jedoch hervorragend zum Buch.
Und was soll ich sagen?! Dee Autor hat mich mit seinem leichten, flüssigen Schreibstil direkt in den Bann gezogen und sehr gut unterhalten. Nichts lässt erahnen, dass es sich hierbei um ein Debüt handelt.

Spannungsgeladen von der ersten bis zur letzten Seite führt Mike Landin seine Leser durch die Geschichte.
Wer jedoch einen blutigen Thriller erwartet, der wird hier enttäuscht. Der Autor beschreibt vielmehr facettenreich und sehr lebendig eine Familientragödie. Durch geschickt eingeschobene Rückblenden erfahren wie nach und nach immer mehr über die Vergangenheit der Familie.

Mike versteht sein Handwerk und schildert selbst kleine Details so ausdrucksvoll und lebendig, dass man als Leser den Eindruck bekommt, durch die Augen des Propagonisten zu schauen.
Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht des achzehnjährigen Jacob, doch man hat nicht das Gefühl, einen Jugendroman zu lesen. Im Gegenteil, Jacob ist für sein Alter ziemlich reif und seine Gefühle und Empfindungen, vor allem Hannah gegenüber, waren sehr gut nachzuvollziehen. Auch die Nebenfiguren sind ausführlich charakterisiert und fügen sich wunderbar in die Geschichte ein.
Der Spannungsbogen reißt nicht ab, sondern bleibt bis zum Schluss auf einem konstant hohen Level. Immer wieder gibt es unerwartete Wendungen, die mich in die Irre geführt haben und mich bis zuletzt über den Täter im unklaren ließen. Auch wenn ich mit meine Vermutung richtig lag, konnte der Autor mich bis zur letzten Seite fesseln.
Fazit
„Rote Tränen“ ist ein toller Mix aus Thriller und düsterer Familiengeschichte und Mike Landin ist damit ein  beeindruckendes und fabelhaftes Debüt gelungen.
Ich habe selten ein Erstlingswerk von einer so hohen  Qualität gelesen.
Diesen Namen sollte man sich auf jeden Fall merken.
Für mich eines meiner Lesehighlights in diesem Monat.

Von mit gibt es dafür 5 Sterne und eine Leseempfehlung!

Ich bedanke mich beim Autor für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Weiter Meinungen:

Angeltearz-liest

Buchperlenblog

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