„Das Spiel der Wächter“ von Sabine Buxbaum

Amy und ihre beiden Brüder Michael und Daniel haben ihre Eltern im Krieg gegen die Vampire verloren. Doch Georg, ein Freund der Familie und Leiter der Wächterzentrale, hat sich ihrer angenommen und ist so etwas wie ein Vaterersatz geworden. Bei ihm haben die drei Geschwister eine Ausbildung zum Wächter absolviert. Diese sollen dafür sorgen, dass es keine Unruhen, Streitigkeiten oder einen erneuten Aufstand zwischen Menschen und Vampiren gibt.
Mittlerweile sorgt jedoch ein Vertrag, den die Parteien  miteinander geschlossen haben, für Frieden.
Daniel, der den gewaltsamen Tod seines Vaters mit ansehen musste, sinnt jedoch noch immer auf Rache.
Als eine Gruppe Abtrünniger bei einem Anschlag auf die Vampire den Bruder des Anführers Jakob töten, fordert dieser eine lückenlose Aufklärung und die Übergabe der Täter. Schnell fällt der Verdacht auf Daniel und somit auch auf Amy und Michael.
Als Amy zum Verhör auf die Burg der Vampire gebracht wird, trifft sie dort auf Jakob und obwohl er sich zu Beginn sehr brutal ihr gegenüber verhält, wird sie von ihm regelrecht in den Bann gezogen.
Ein gefährliches Spiel zwischen Menschen und Vampiren beginnt, bei dem Amy teilweise recht unüberlegte  Entscheidungen trifft.
Kann sie sich gegen die Anziehungskraft des Vamires wehren?
Und kann sie verhindern, dass es zu einem erneuten Krieg kommt?

Meinung
Das Cover ist sehr gelungen und der Titel passt perfekt zum Plot.
Die Autorin überzeugt mit einen schönen, leichten, flüssigen Schreibstil und einer signifikanten Ausdrucksweise. Sie  macht es dem Leser damit leicht, ihr durch die Geschichte zu folgen. Ich bin schnell in den Plot eingetaucht und  habe das Buch innerhalb von zwei Tagen gelesen. Sehr gut fand ich auch, dass über jedem Kapitel stand, an welchem Ort die Situation gerade stattfindet.

Amy ist eine tapfere junge Frau, die sich auch nicht von Befehlen davon abhalten lässt, dass zu tun, was sie für richtig hält. Sie sucht förmlich die Gefahr und hat keine Angst dem Anführer der Vampire gegenüber zu treten, denn das Leben ihrer Brüder ist ihr wichtiger als ihr eigenes. Doch dann verfällt sie der Anziehungskraft des Vamires. Amy steckt in einer Zwickmühle und muss sich entscheiden auf welcher Seite sie steht. Der Autorin ist es sehr gut gelungen den Zwiespalt in dem Amy steckt zu beschreiben.
Jakob war in seinen früheren Leben Richter und ist erst seit kurzer Zeit ein Vampir. Er trägt zwar den Gerechtigkeitssinn aus seiner menschlichen Zeit noch in sich, aber auch die Brutalität des Vamirs. Es war für mich teilweise etwas schwierig ihn richtig einzuschätzen. Aber gerade das machte seine Charaktere so interessant.
Aber auch die anderen Figuren sind sehr authentisch und glaubwürdig beschrieben und haben Ecken und Kanten. Besonders gut gefallen hat mir Richard. Er ist ein alter Vamir, der in den letzten Jahrhunderten gelernt hat, mit den Menschen Seite an Seite zu leben und zum Leiter der Wächter ein freundschaftliches Verhältnis hat. Doch auch er steckt bisweilen in einer Zwickmühle und versucht  zwischen Vampiren und Menschen zu vermitteln.
Es hat Spaß gemacht, die Geschichte zu verfolgen und Langeweile kam zu keinem Zeitpunkt auf, denn es besteht eine latente Spannung während des gesamten Plots.
Nur das Ende kam meiner Meinung nach zu schnell und war zu Komplikationslos. Da hätte ich mir etwas mehr Drama gewünscht.
Sabine Buxbaum ist es gelungen, eine völlig neue Story zu erzählen, die nichts mit Bella und Edward aus den Twilight-Büchern zu tun hat.
Auch wenn die Geschichte in sich abgeschlossen ist, hoffe ich,  dass wir irgendwann wieder von Amy und Jakob lesen werden und es eine Fortsetzung gibt.
Wer gerne Vampir-Romane liest, ist hier auf jeden Fall richtig. Von mir gibt es gute 4 Sterne und eine Leseempfehlung!

Ich bedanke mich bei der Autorin für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

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