Grabschwestern: von Felicity Green

Eine mystische Story mit vielen Hintergrundinformationen

Violet hat eine besondere Gabe. Sie kann über den Grabstein eine Verbindung zu den Verstorbenen aufnehmen und ihnen so eine Stimme geben. Über diese Geschichten, die die Toten ihr erzählen, berichtet sie in einem Postcast. Als ihre Freundin Cat sie jedoch bittet, Knochen zu identifizieren, die auf dem ausgetrockneten Boden des Sees Loch Laggandhu gefunden wurden, will sie zunächst ablehnen. Denn eigentlich funktioniert ihre Gabe ja nur über den Grabstein. Aber ihre Freundin gibt nicht nach und Violet macht sich auf den Weg nach Schottland. In der Nähe des Sees befinden sich die Reste einer alten viktorianischen Nervenheilanstalt und ein alter Friedhof, der Violet schon bald in ihrem Bann zieht. Besonders ein Grab übt eine hohe Anziehungskraft auf sie aus und beschert ihr Nacht für Nacht Albträume. Der Experte David Bennett, der die Knochenfunde analysiert und mit dem Violet zusammenarbeiten soll, jedoch nicht viel von der jungen Frau und verweigert eine Zusammenarbeit. Aber mit der Zeit kommen die Beiden sich näher.
Doch dann wird Violet immer tiefer in die Geschichte der Irrenanstalt hineingezogen und es fällt ihr jedes Mal schwerer Traum und Wirklichkeit zu unterscheiden. David hält sie mittlerweile für psychisch kranke und ihre Freundin verleugnet ihre Gabe. Wird Violet es schaffen, die Geschichten der Patienten zu entschlüsseln oder zieht der charismatische Arzt sie mit  seinen ungewöhnlichen Behandlungsmethoden so in den Bann, dass sie das gleiche Schicksal erleidet, wie die Frauen, deren Knochen auf dem Grund es Sees gefunden wurden?!

Das Cover passt perfekt zur Geschichte und spiegelt wunderbar die mystische und unheimliche Stimmung der Geschichte wieder. 
Für mich war es das erste Buch der Autorin und somit auch die erste Geschichte von Violet Grave, die einigen anderen bestimmt schon durch die Highland-Hexen-Krimi-Serie der Autorin bekannt ist.
Der Schreibstil ist sehr flüssig und angenehm zu lesen.
Die Autorin hat sich sehr gut über die geschichtlichen Hintergründe, die Behandlungen und Diagnosen der ‚Geisteskrankheiten‘ und die Rolle der Frau im 19. Jahrhundert informiert. Ich fand das Thema sehr spannend und habe anschließend selbst noch etwas recherchiert.
Felicity Green hat die meist bedrückende und düstere Atmosphäre samt der Stimmung gekonnt eingefangen.
Auch das Setting ist von ihr sehr bildhaft und detailliert beschrieben. Ich habe die Ruinen der Klinik, den Friedhof, der in einem dichten Nebel liegt und Loch Laggandu durch die Augen der Protagonistin gesehen und mich zwischendurch schon ziemlich gegruselt.
Violet jedoch liebt die Atmosphäre auf dem Friedhof und hält sich dort gerne auf. Sie hat mir als Protagonistin gut gefallen. Es war ungemein interessant, ihre Entwicklung und den Verlauf ihrer psychischen Veränderungen zu beobachten. Violet weiß zu Beginn eigentlich was sie auf dem Friedhof erwarten wird. Doch dann wird sie tiefer in den Strudel hineingezogen. David und Cat haben immer mehr den Verdacht, dass sie psychisch krank ist und je mehr die anderen an ihr zweifeln, desto mehr zweifelt sie selbst an sich. Zeitweise handelte Violet mir zu unüberlegt. Selbst als David ihr deutlich zu verstehen gibt, dass er keinen Kontakt möchte, gibt sie nicht nach und es machte auf mich etwas den Eindruck eines Stalkers. Aus ihrer Vergangenheit erfahren wir in diesem ersten Band der Reihe nur wenig, aber ich denke, das der Leser sie in den Fortsetzungen noch besser kennenlernen wird.
Unter den vielen Informationen, die wir in Grabeschwestern bekommen, litt leider auch sehr die Spannung. So empfand ich einige Abschnitte als etwas zu langatmig.
David war mir zu Beginn sehr unsympathisch, denn er ist überheblich und arrogant Violet gegenüber. Doch am Ende konnte er dann doch noch einige Sympathiepunkte sammeln. Auch mit Cat konnte ich nicht warm werden. Ihr ging es einfach zu lange nur um ihre eigene Karriere und nicht um ihre Freundin.
Im großen und ganzen hat mir die Geschichte gut gefallen, allerdings fehlte es mir definitiv an Spannung. Erst am Ende steigt sie kurzfristig an und sorgt so für einen schönen Abschluss.
Es gab früher eine US-amerikanische Fantasy-Mystery-Fernsehserie, die ich gerne geguckt habe. ‚Ghost Whsiperer – Stimmen aus dem Jenseits‘.
Die Geschichte hat mich schon sehr daran erinnert und irgendwie hatte ich die Hauptdarstellerin der Serie Jennifer Love Hewitt immer bei Violet vor Augen.

„Grabschwestern“ ist der erste Teil einer Reihe, aber in sich abgeschlossen. Eine düstere, mystische Story, die ich allerdings weder als Krimi noch als Thriller bezeichnen würde. Von mir gibt es dafür 3,5 Sterne aufgerundet auf 4 Sterne ⭐⭐⭐⭐
Ich bedanke mich bei der Autorin für das Rezensionsexemplar.
Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

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