„Lied der Dämmerung – Fjara“ von Fabienne Zwicker

Magie, Hexen, Götter, nordischer Mythologie….eine tolle Mischung

Wir befinden uns Anfang des 15. Jahrhunderts in Schweden. Die Menschen hier glauben an die alten Götter. Fjara und ihre Ziehmutter Merethe sind Hexen und die Dorfbewohner halten Abstand zu ihnen. Sie leben deshalb etwas abseits am Waldrand. Fjara, die durch einen Fluch, weiße Haare, eine weiße Haut und violette Augen hat, fällt besonders auf und deshalb hat sie außer Esa auch keine Freunde im Dorf. Doch dann verrät gerade Esa, dem sie immer vertraut hat, sie und ihre Ziehmutter an eine Gruppe Hexenjäger. Während Fjara verschont bleibt, wird ihre Mutter von den Jägern gefesselt und mitgenommen. Von einem Moment auf den anderen bricht Fjaras ganzes Leben zusammen. Wie soll sie ihre Mutter alleine befreien? Um sie zu retten, bleibt ihr keine andere Wahl, als sich auf einen Handel mit einem Gott einzulassen. Sie befreit ihn aus seiner jahrhundertelangen Gefangenschaft und er hilft ihr im Gegenzug bei der Befreiung ihrer Mutter. Gemeinsam machen die Beiden sich auf die Suche nach den Hexenjägern.
Auf ihrer Reise lernt Fjara, die Welt und die Götter mit anderen Augen zu sehen und muss plötzlich alles infrage stellen, was ihre Ziehmutter ihr beigebracht hat.

Ich bin auf Instagram auf die Autorin und dieses Buch aufmerksam geworden. Das wunderschöne Cover hat mich sofort fasziniert und der Klappentext hat mich neugierig auf die Geschichte gemacht.
Als ich das Buch dann in der Hand hielt und durchblätterte, fielen mir sofort die wunderschönen Illustrationen auf, die von der Autorin selbst gezeichnet wurden. Sie haben eine tolle Wirkung und ergänzen die Kapitel und das Buch perfekt.

Ich bin sehr schnell in die Geschichte hineingekommen. Der Schreibstil der Autorin ist wunderbar leicht und flüssig und sie führt ihre Leser gekonnt durch die Zeilen. Innerhalb kürzester Zeit hatte ich die 560 Seiten gelesen. Das Setting hat sie sehr detailliert und bildhaft beschrieben und zusammen mir den tollen Illustrationen fiel es mir nicht schwer, mir die Umgebung vorzustellen.
Erzählt wird die Geschichte überwiegend aus der Ich-Perspektive von Fjara. Dadurch fiel es mir leicht, mich in ihre Gedanken und Empfindungen hineinzuversetzen.
Zu Beginn hatte ich das Gefühl, dass sie so in den Tag hinein lebt. Sie hat nicht besonders viel Lust, ihre magischen Fähigkeiten zu üben, aber durch den Verrat ihres Freundes muss Fjara nun schnell erwachsen werden und lernen, ihre Kräfte als Hexe einzusetzen. Sie durchläuft bereits im ersten Teil der Reihe eine gewaltige Entwicklung.
Nicht so ganz nachvollziehen konnte ich jedoch die Liebesgeschichte. Auch wenn ein langwieriges romantisches Geplänkel nicht zum Plot passt, ging mir das alles etwas zu schnell.
Mit Esa wurde ich nicht richtig warm. Durch die neutrale Erzählperspektive konnte ich mich auch nicht so gut in ihn hineinversetzen. Er ist sehr naiv und sprunghaft in seinen Gedanken und handelt oft, ohne zu überlegen.
Gut gefallen haben mir die Nebenfiguren. Ob es sich dabei um Arved, Liv, Ragin oder Krys handelt. Die Charaktere sind facettenreich und lebendig gestaltet worden und fügen sich perfekt in die Geschichte ein.
Die Spannung steigt langsam aber stetig an. Zwischendurch gab es jedoch, nach meinem Empfinden, Phasen, in denen die Handlung sich etwas zu sehr in die Länge zog.
Am Ende bin ich mit vielen offenen Fragen zurückgeblieben.
Ich hoffe, wir müssen nicht so lange auf die Fortsetzung der Reihe warten.

Vielen lieben Dank an Fabienne Zwicker für das Rezensionsexemplar!

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