„Rubinsplitter: Funkenschlag & Tränenspur“ von Julia Dessalles

Rosa ist ein unscheinbares Mädchen, das unter ihrem Übergewicht und unter den Modeexzessen ihrer Mutter zu leiden hat. Denn dieser bereitet es scheinbar ein diebisches Vergnügen, mit ihrer Vorliebe für modische Kreationen, Rosa in Verlegenheit zu bringen und sie abwertend zu behandeln.
Sie hält ihre Tochter klein und erniedrigt sie immer wieder. Rose ist unsicher und wehrt sich nicht, denn sobald sie sich gegen ihre Mutter auflehnt, hagelt es Strafen. Als sie wieder einmal am Wochenende ein Sozialprogramm für problematische Jugendliche absolvieren und auf einem Konzert Sanitätsdienst machen muss, passieren plötzlich merkwürdige Dinge.
Ehe sie sich versieht, findet sie sich mit den beiden durchgeknallten Rockstars Kai und Ali in einem Wagen namens Candy wieder und fährt durch ein Portal in die magische Welt Salvya.
Dort erfährt sie, dass ausgerechnet sie diese Welt vor dem Untergang bewahren und Teil einer Prophezeiung sein soll.

Ich muss gestehen, dass ich den Klappentext nur überflogen habe, und dass mich das wunderschöne Cover dazu verleitet hat, zu diesem Buch zu greifen.
Puh….was soll ich zu dieser Geschichte sagen?! Ich habe mich sehr schwergetan mit der Handlung, die ich nicht nur merkwürdig und chaotisch fand, sondern auch unverständlich.

Die sechzehnjährige Rose hadert mit ihrem Gewicht und hat überhaupt kein Selbstbewusstsein. Sie wird von ihrer Mutter ständig gedemütigt und unterdrückt. Als sie die magische Welt Salvya betritt, weiß sie erstmal nicht mehr wer sie überhaupt ist, doch  mit der Zeit wird sie selbstbewusster und wandelt sich zu einer hübschen jungen Frau, die von Ali den Namen Ruby bekommt.
Nach und nach erfährt Ruby mehr über ihre Herkunft und warum sie in dieser Welt gelandet ist.
Kai und Ruby merken schnell, dass zwischen ihnen eine besondere Verbindung besteht und die Beiden kommen sich mit der Zeit näher.
Soweit, so gut..
Unserer Welt, die hier als die Nebelwelt Caligo bezeichnet wird, erscheint den Salvyanern völlig trostlos. Salvya hingehen ist eine farbenprächtige Welt, in der die Jahreszeiten oft schlagartig und bereits nach wenigen Minuten wechseln können. Die Autorin hat Salvya sehr bildhaft und detailliert beschrieben.
Der Schreibstil der Autorin ist leicht und flüssig und sehr jugendlich. Ich zitiere: „Sag bloß nichts über ihren Gesang, da sind sie echt empfindlich. Sie werden dich jedoch lieben, wenn du ihnen ein wenig die Eier kraulst.“

Allerdings hatte ich mit einigen Aspekten so meine Probleme.
Es fängt an damit, wie Rose/Ruby als übergewichtiges Mädchen nach außen dargestellt wird. Auch das Kai sie alles andere als nett behandelt und sie als Rambo „beschimpft“, sich kurz darauf aber in die „neue“ Ruby verliebt, war für mich einfach unglaubwürdig.
Nur Ali versucht zwischendurch, die sich immer wieder verschärfenden Situationen zu entspannen, die Wogen zu glätten und Kai zur Vernunft zu bringen. Mir wäre fast lieber gewesen, wenn die Beiden sich verliebt hätten. Ehrlich gesagt, habe ich zu diesem Zeitpunkt überlegt, das Buch abzubrechen.
Es gibt interessante Figuren in der Geschichte. Ali ist mir von allen noch am sympathischsten, allerdings fehlte es mir bei ihm an Tiefe.
Genau wie Ruby, Kai, die Herrscherin Thyra, Amy und Gnarfel waren mir die Protagonisten einfach zu oberflächlich und blass gestaltet.
Auch von den Drachen war ich etwas enttäuscht, denn ich hatte andere Vorstellungen von den Fabelwesen.
Witzig ist hingegen die sprechende Kartoffel „Oma Käthe“, die ich zu Beginn zwar etwas albern fand, aber dann schnell ins Herz geschlossen habe.
Auch wenn die Geschichte teilweise ein hohes Tempo hatte, plätscherte die Handlung etwas vor sich hin. Es passierte zwar viel, aber es fehlten mir die spannenden Momente.
Erst im zweiten Band zog mich die Handlung mehr und mehr in den Bann und ich habe den zweiten Teil innerhalb kurzer Zeit gelesen.

Ich habe lange überlegt, wie ich das Buch bewerten soll und war zu Beginn eigentlich bei zwei Sternen. Allerdings wurde es im zweiten Teil doch merklich besser. Ich bin jetzt schon etwas neugierig darauf, zu erfahren, wie es weitergeht und was es mit der Prophezeiung und dem Fluch eigentlich wirklich auf sich hat.

Rubinsplitter ist ein Buch für Leser, die nicht nur Jugend-Fantasy und witzige, etwas überspritzte Dialoge mögen, sondern auch ein wenig Rockstar-Lovestory.
Deshalb gibt es letztendlich doch noch drei Sterne und eine Leseempfehlung.

Ich bedanke mich beim Drachenmondverlag für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

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