„Kupferblut – Gezeichnete der Dunkelheit“ von Lea Diamandis

Zitat:
„Ein Gefühl, das süßem Honig gleicht, breitet sich in meinen Adern aus, schlägt seine Zelte in meinem Herzen auf und durchströmt meinen ganzen Körper.“

Soleya lebt auf dem Kontinent Byr´daear in Guldheim und macht im Atelier ihres Vaters eine Lehre zur Schneiderin. Ihr Traum ist es, irgendwann selbst eine Schneiderei in der Hauptstadt Bellonna zu eröffnen.
Als ausgerechnet die Königin aus Bellonna die Werksatt betritt und bei ihr ein ganz besonderes Kleid in Auftrag gibt, scheint ihr Wunsch schneller in Erfüllung zu gehen, als gedacht. Denn als Lohn für ihre Arbeit erhält sie die Möglichkeit, ihre Ausbildung im Palast der vier Türme abzuschließen.
Aber schon bald stellt sich heraus, dass die Königin nicht an ihren handwerklichen Künsten interessiert ist, sondern sie aus einem ganz besonderen Grund ausgewählt hat.
Denn in Soleyas Blut liegt der Schlüssel, der der Welt die reine Magie zurückbringen kann.
Die Wahrheit über die Pläne der Königin erfährt sie erst, als sie nach einem Überfall in letzter Minute von der Drachenkriegerin Aiyana gerettet wird und diese sie mitnimmt in die Festung der gestohlenen Künste. Wem kann sie jetzt noch trauen?
Wenn sie mehr als nur ein Spielball zwischen der Königin und Larentia, der Obrigkeit der Festung sein will, bleibt ihr keine andere Wahl, als zu lernen, dass Spiel zu verstehen und zu beherrschen.

Es handelt sich hierbei um Band eins einer Fantasy Trilogie.

Wow! Lea Diamandis hat mit „Kupferblut“ einen wahnsinnig fesselnden und mitreißenden Auftakt der Fantasy-Reihe geschrieben.
Das Cover hat mich sofort begeistert und spiegelt den Titel des Buches wunderbar wider.

Die Autorin hat eine modernen, sehr flüssigen und lebendigen Schreibstil und ich wurde bereits nach wenigen Sätzen so tief in die Geschichte hineingezogen, dass es mir schwerfiel, dass Buch zwischendurch zur Seite zu legen.

Die zentrale Figur, um die sich alles dreht, ist Soleya und aus ihrer Perspektive verfolgen wir auch die Geschichte. Ich mag diese Sichtweise sehr, denn so finde ich schnell einen Zugang zur Hauptprotagonistin und kann mich gut in ihre Gedanken und Gefühle hineinversetzten. Allerdings empfand ich sie als sehr vertrauenselig und unbedarft, denn sie glaubt der Königin alles, ohne es zu hinterfragen. Sie entwickelt sich im Laufe der Handlung jedoch stetig weiter und am Ende von Band 1 zeigt sie dann endlich auch ihre starke Seite.
Als sie Königin Aleydis auf einer Reise begleitet, wird ihre Kutsche von den Anhängern der gestohlenen Künste überfallen. Soleya überlebt nur, dank der Hilfe der Drachenkriegerin Aiyana, die sie mitnimmt auf die Festung.
Aiyana mochte ich zu Beginn sehr, doch im Laufe der Geschichte zeigt sie immer öfter Seiten, die mir nicht so gut an ihr gefallen haben. Sie ist völlig anders als Soleya und das liegt nicht nur an ihrer körperlichen Behinderung. Obwohl sie eine sehr starke Protagonistin ist, hat sie auch ihre sensiblen Seiten.
Soleya fühlt sich sehr schnell zu ihr hingezogen und die Beiden entwickeln nach und nach Gefühle füreinander. Die Autorin hat die Liebesgeschichte sehr geschickt eingeflochten und sie steht nicht zu sehr im Mittelpunkt der Handlung,
Überhaupt ist es der Autorin gelungen, sehr unterschiedliche Charaktere zu kreieren.
Sie sind alle sehr lebendig und facettenreich gestaltet und auch die vielen Nebenfiguren sind gut durchdacht, bereichern die Handlung und fügen sich wunderbar in die Geschichte ein. Meine Lieblingsfiguren sind jedoch ohne Frage die Drachen Camai und Neriss.
Am Ende des Buches befindet sich übrigens ein Glossar, in dem es eine Übersicht über alle Personen und Orte gibt. Mir ist das jedoch erst sehr spät aufgefallen. Vielleicht wäre es besser, so eine Auflistung auf die ersten Seiten zu verlegen.
Auch beim Worldbuilding beweist die Autorin viel Fantasy. Es gibt eine Götterwelt, magische Artefakte, die Magie in Gegenstände binden und viele tolle unterschiedliche Drachen.
Eine ausdrucksstarke und sehr bildhafte Beschreibung sorgt nicht nur für eine wunderbar atmosphärische Stimmung, sondern auch dafür, dass ich den Palast und die Landschaft immer vor Augen hatte.
Durch unvorhersehbare Wendungen steigt die Spannung im Laufe der Geschichte stetig an und entlädt sich am Ende in einen richtig gemeinen Cliffhanger, der mich mit offenem Mund zurückgelassen hat.

Ich bin gespannt, wie die Geschichte sich in den folgenden Bänden weiter entwickeln wird und freue mich schon auf die Fortsetzung der Reihe.
Für den ersten Teil der Reihe gibt es verdiente 5 Sterne ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ und eine Leseempfehlung.

Ich bedanke mich beim Dunkelsternverlag und bei Lea Diamandis für das Rezensionsexemplar.

2 Antworten auf “„Kupferblut – Gezeichnete der Dunkelheit“ von Lea Diamandis”

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