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„Die Welt hinter den Zeilen“ von Jeannine Molitor

Schöne Fantasy-Story für Jugendliche

Die 16-jährige Tamara ist, nachdem ihre Eltern früh durch einen Verkehrsunfall aus dem Leben geschieden sind, bei ihrem Onkel Henry aufgewachsen.
Sie liebt Bücher über alles und kann stundenlang in der Bibliothek ihres Onkels verbringen, dem Wispern und Flüstern der Seiten lauschen und sich in fremde Welten entführen lassen.
Doch an ihrem 16. Geburtstag ändert sich plötzlich alles. Tamara erfährt, dass sie eine Zeilenspringerin ist und nicht nur das Flüstern aus den Büchern hört, sondern sogar darin reisen kann. Diese Fähigkeit hat aber auch seine Nachteile, denn es besteht immer die Gefahr, dass durch so eine Reise, der Verlauf der Geschichte verändert wird und so großer Schaden angerichtet wird
Ihre Aufgabe ist es, die Welt der Bücher und die Bibliothek des Lebens, in der sich die Lebensgeschichten aller Menschen befinden, zu beschützen.
Doch das ist gar nicht so einfach, denn Erebos, der Anführer der Schatten will die Welt ins Chaos stürzen und so mehr Macht erhalten. Um seinen Plan durchzuführen, entführt er Tamara und zwingt sie, den Verlauf der Geschichten zu ändern. Die Konsequenz wäre, dass die Bibliothek mit all seinen darin enthaltenen Lebensgeschichten zerstört und das gesamte Leben auf der Erde ausgelöscht würde.

Das Cover zeigt ein aufgeschlagenes Buch, aus dem Wirbel aufsteigen. Es hat mir auf Anhieb sehr gut gefallen.

„Die Welt hinter den Zeilen“ ist das Debüt der Autorin. Ich bin sehr schnell in die Geschichte hineingekommen, denn ihr Schreibstil ist leicht, flüssig und sehr lebendig. Sie führt ihre Leser gekonnt durch die Zeilen und auch, wenn es mir bei den Protagonisten etwas an Tiefe fehlte, hat mich die Geschichte gut unterhalten und ich habe das Buch fast in einem Rutsch durchgelesen.
Doch nun zu unserer Hauptprotagonistin Tamara.
Seit ihrer Kindheit kennt sie das Wispern und Flüstern der Bücher und hat immer, ohne es zu hinterfragen, hingenommen, dass sie darüber nicht reden darf.
Erst an ihrem 16. Geburtstag erfährt sie nach und nach von ihrem Onkel und der Organisation die Wahrheit. Doch ich habe mir von dieser „Aufklärung“ etwas mehr versprochen. Denn nicht nur Tamara wird im Unklaren gelassen, sondern auch der Leser.
Dass sie vieles nicht hinterfragt, kann man mit ihrem Alter entschuldigen, aber gestört hat mich, dass sie ihre Freundin Leslie, als sie Hals über Kopf aus ihrem Haus flüchten müssen, keine Nachricht hinterlassen und sie scheinbar auch nicht vermisst hat. Sie ist Tamaras beste Freundin in der Schule gewesen und wurde anschließend nie wieder erwähnt.

Miljan hat ebenfalls für einige Fragen bei mir gesorgt.
Warum hat ihr Kinderfreund sich zum Beispiel nach und nach so verändert und den Kontakt zu Tamara völlig abgebrochen? Auch, dass er sich nach einem Gespräch mit Jannik (den er bis dato kaum kannte) plötzlich vom arroganten Schönling zum verständnisvollen Freund gewandelt hat, fand ich unglaubwürdig.
Erst als er Tamara bei ihrer Rettungsaktion begleitet und die Beiden sich näher kommen, wurde es besser und es fiel mir leichter, mich in die Beiden hineinzuversetzen.

Auch die Organisation hinterließ etliche Fragen bei mir. Warum sind Henry, Dr. Simmons und Andre, die selbst diese Fähigkeit nicht besitzen, überhaupt Mitglieder?
Und warum haben sie Tamara nicht viel früher informiert und sie auf ihre Aufgabe vorbereitet?
Schließlich wusste die Organisation, dass Erebos immer noch eine große Bedrohung für die Welt ist.
Im Handlungsverlauf gibt es spannende und ruhige Situationen und es kommt es zu einigen Überraschungsmomenten und unerwarteten Wendungen.
Allerdings ging es mir am Ende etwas zu schnell voran. Ein paar Seiten mehr hätten der Geschichte nicht geschadet.

Die Grundidee des Buches hat mir unheimlich gut gefallen und auch wenn es hier und da noch etwas stockt und es den Charakteren etwas an Tiefe fehlt, ist es alles in allem ein solides Debüt und ein schönes Fantasy-Buch, das ich vor allem der jüngeren Generation empfehlen kann.
Ich bin gespannt, was wir in Zukunft noch von der Autorin lesen werden.
Von mir gibt es dafür 3 Sterne ⭐️⭐️⭐️ und eine Leseempfehlung für die jüngere Generation.

Ich bedanke mich beim Hybrid Verlag für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

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