
Hallo Danara,
schön, dass Du Dir die Zeit genommen hast, mich in der Bücherstube zu besuchen.
Wenn man sich auf Deiner Website umsieht, erfährt man schon ein wenig von Dir.
Du lebst in Thüringen, bist verheiratet und hast zwei Kinder. Du liebst Sushi und träumst Dich gerne in ferne Welten.
Aber es gibt eine ganze Menge, was wir nicht wissen.
Zunächst möchte ich gerne die Person hinter dem Namen etwas besser kennenlernen.
Trinkst Du Kaffee oder Tee? Gibt es morgens Brötchen oder Müsli?
Wie sieht die erste Stunde Deines Tages aus?
Danara:
Nachdem ich die Kinder los bin, mache ich mir erst einmal einen
Kaffee, frühstücke gemütlich. Das kann alles sein. Von Brötchen
bis hin zu Quark mit Banane oder Porridge. Je nach Lust und Laune.
Ist Danara de Vries ein Pseudonym?
Wenn ja..
Warum hast Du dieses ausgewählt?
Danara:
Weil man mit meinem „bürgerlichen“ Namen klingt wie Lieschen Müller. Und Fantasy, denn damit habe ich angefangen, von Lieschen Müller … passt nicht.
Außerdem
wollte ich gerne mein Privatleben von meinem Autorenleben strikt trennen. Das macht Vieles einfacher.
Dich selbst, aber auch Deine Familie bezeichnest Du als Nerds.
Für mich war ein Nerd früher ein hochbegabter, aber unsportlicher Junge mit Hornbrille, der lieber vor dem Computer sitzt, als auf eine Party geht.
So muss ich mir Deine Familie aber nicht vorstellen, oder? 😉
Danara: Nein. Aber wir lieben Popkultur, Computerspiele und IT.
Ich bin studierte Informatikerin, mein Mann Physiker. Bei uns ist
also alles auf Technik ausgerichtet. Zudem stehe ich total auf Star
Trek, Star Wars, Witcher, Game of Thrones (aber die Bücher) und
Dune. Wir verbringen die Abende, wenn wir nicht arbeiten, und
die Sonntagnachmittage gerne PC spielend, seit die Mädels etwas
größer sind. Natürlich nicht, als sie noch klein waren. Da sah es
bei uns auch eher klassisch aus mit Spaziergängen und Kaffeetrinken. Gerne veranstalten wir auch schon mal eine kleine LAN-Party mit unserer Großen. Die Kinder entwickeln sich
ebenfalls zu kleinen Zockern. Aber wir spielen auch Brettspiele
und haben uns vor ein paar Jahren Gloomhaven zugelegt. Wir sind
noch nicht weit gekommen, weil wir gemerkt haben, dass das Spiel noch nichts für eine Achtjährige ist. Aber in ein paar Jahren wollen wir wirklich mal durchspielen. *ächz*
Das hätte ich jetzt nicht erwartet, aber ich finde es total spannend!
Wenn Du Dich mit einem Wort beschreiben solltest, welches wäre
das?
Danara: verrückt
*lach*
Wenn ich eine Entscheidung treffen muss, geschieht das fast immer aus dem Bauch
heraus. Wie ist das bei Dir?
Bist Du ein Gefühls- oder ein Kopfmensch?
Danara: Eigentlich beides. Ich entscheide sehr bauchgesteuert, aber wenn es um wichtige Entscheidungen geht, denke ich auch gerne länger darüber nach. Das hat sich mit den Kindern stark geändert. Je mehr Verantwortung man auch für andere
übernimmt, desto mehr muss man eigentlich zwangsläufig den Kopf einsetzen.
Meer oder Berge? Wo verbringst Du am liebsten Deinen Urlaub?
Danara: Äh, als Mutter: Weder noch. Flaches Land. Wo man weder runterfallen noch ertrinken kann. Ich hab da so ein spezielles Chaos-Kind. Aber so lange ich nicht aufs Wasser muss und nur gucken darf, Meer.
Was machst Du, wenn Du nicht schreibst? Hast Du Hobbys?
Danara: Siehe oben. *lach* Allerdings zocke ich heute kaum noch, wenn überhaupt nur noch mit der Familie. Früher war das anders. Im Augenblick dreht sich tatsächlich alles ums Schreiben. Als Selbstständige ist man tatsächlich selbst ständig am Arbeiten.
Arbeite ich mal wirklich nicht, Familie. Und ist die zufrieden, lese ich oder gucke eine Serie. Man braucht eben irgendwas, um den Kopf mal auszuschalten.
Was für einen Berufswunsch hattest Du als Kind? Wolltest Du schon immer Autorin werden?
Danara: Wie weit wollen wir in die Kindheit zurückgehen? Ich schreibe aktiv, seit ich 13 bin. Autorin werden wollte ich nicht. Ich wollte immer nur Schreiben. Dass ich jetzt veröffentliche, ist eher einem Zufall geschuldet. Ich habe nach der Geburt meiner Ältesten lange kein Wort geschrieben. Als beide Kinder dann relativ eigenständig waren, wollte ich wieder vermehrt schreiben. Hauptsächlich war ich im
Fanfictionbereich tätig. Aber dann dachte ich mir, wieso eigentlich noch immer Fanfiction? Ich könnte doch auch mal was Eigenes probieren. Und wenn ich mir schon die Arbeit mache, dann will ich das aber auch teilen. And here we are …
Ich bin ein großer Zeitreise-Fan.
Wenn Du Zeitreisen könntest, in welche Zeit würdest Du reisen?
Danara: Ich auch. Zeitreisen sind genial, aber nichts, womit ich mein Gehirn quälen würde als Autorin. Wenn ich reisen könnte, dann in die Zeit der Ägypter. Mein heimliches Steckenpferd.
Wenn Du pro Tag eine Stunde weniger zur Verfügung hättest: Worauf könntest Du verzichten?
Danara: Schlaf. Wird eh überbewertet.
Kommen wir nun zur Autorin Danara de Vries…
Bist Du Vollzeit-Autorin oder hast Du noch einen „Brot-Job“ nebenbei?
Danara: Seit etwas über einem Jahr bin ich Vollzeit-Autorin. Meinen Brotjob habe ich in dem Moment an den Nagel gehängt, als die Einnahmen als Autorin mein Gehalt
überstiegen. Dann wird es nämlich richtig kompliziert mit der Krankenversicherung,
usw. da ich den Brotjob sowieso nicht wirklich machen wollte, war die Entscheidung leicht.
War das Schreiben schon immer Deine Leidenschaft? Wann kam zum ersten Mal der Gedanke, wirklich selbst ein Buch zu schreiben?
Danara: 2017, tatsächlich. Ich habe ja viel Fanfiction geschrieben und dann auch aus dem Grund, weil man als Kind der Neunziger keine Serien bingen konnte. Man musste eine
Woche warten. Was macht man also in der Zeit? Eben, man überlegt sich, wie könnte die Serie jetzt nach diesem und jenem Cliffhanger weitergehen. So kam ich zu Fanfiction. Der Rest ist Geschichte.
Wie schaffst Du Dir den Freiraum zum Schreiben?
Hast Du feste Schreibzeiten in der Woche oder Herangehensweisen, die Dir dabei helfen, regelmäßig zu schreiben?
Danara: Wie ein ganz normaler Job. Früher habe ich meistens Abends geschrieben, neunzig Prozent meiner Bücher vor 2021 sind tatsächlich nach Mitternacht entstanden.
Ich bin durch und durch Nachtmensch gewesen. Müde bin ich, wenns dunkel wird, nie.
Seit ich den Brotjob an den Nagel gehängt habe, sitze ich morgens ab neun brav am PC.
Es gibt Autoren, die schreiben am liebsten in ihrem Lieblings-Cafe, am Strand oder mit dem Laptop auf dem Schoß auf der Couch. Gibt es einen besonderen Platz, an dem Du
schreibst?
Danara: Früher, die Couch. Im Liegen. Geht. Heute: Mein PC Arbeitsplatz mit Blick auf die Straße. Da sehe ich, wer kommt und geht und kann mich wunderbar konzentrieren.
Du hast ein Buch im Genre Erotik Crime herausgebracht, schreibst aber auch Romance und Urban Fantasy. „Sweet Santa Baby“ ist aber nun schon der 5. „Weihnachtsroman“
den Du herausgebracht hast. Warum schreibst Du so gerne Bücher, die in der Weihnachtszeit spielen?
Danara: Tatsächlich, der fünfte schon? Ist ja irre. Weil die Zeit etwas Magisches hat. Auch wenn ich auf Fantasy stehe, liebe ich Kitsch und kleine Wunder. Zu Weihnachten passt das herrlich.
Wenn Du Dir alle Protagonisten aus den Büchern, die Du bisher geschrieben hast, vor Augen führst. Gibt es eine Figur, die Dir besonders ans Herz gewachsen ist?
Danara: Immer die aktuelle. Tatsächlich. Aber wenn ich wählen müsste, dann die Charaktere aus Sing to me, weil das meine erste Musiker-Reihe war, die mir wirklich
sehr am Herzen liegt.
Beschreibe Deine Hauptprotagonisten Kit und Edie aus „Sweet Santa Baby“ doch einmal in zwei Sätzen.
Danara: Kit und Edie sind wie Nord und Südpol. Wenn sie zusammen sind, fliegen die Fetzen.
„Sing to me“ ist eine Trilogie und „Die Weltenbrand-Reihe“ sogar eine Quadrologie. Schreibst Du lieber Reihen als Einzelbände?
Danara: Ehrlich? Reihen. Ich habe wahnsinnige Probleme mit Trennungen. Meine Charaktere sind meine Babies und wenn ich könnte, würde ich eine dreißig-teilige Reihe
schreiben. Aber man muss weiterziehen. Da draußen gibt es so viele tolle, neue Geschichten.
Bis auf „Break my silence“ hast Du alle Deine Bücher als Selfpublisherin
herausgebracht. Was ist für Dich der Vorteil daran?
Danara: „Sing to me: Wicked Love“ ist ebenfalls in einem Verlag erschienen, der sich allerdings aufgelöst hat. Das anschließende Rechte-Chaos hat mich nur bestärkt, als Selfpublisherin zu arbeiten. Sämtliche Entscheidungen liegen bei mir. Niemand funkt mir dazwischen. Ich entscheide. Und ich kann entscheiden, WANN ich veröffentliche.
Der Zeitfaktor ist für mich enorm wichtig. Ich möchte nicht ein oder zwei Jahre auf Verlagsentscheidungen warten. Denn deren Vorlaufzeit ist erschreckend lang. Ein Roman, der heute aktuell ist, ist es in einem Jahr vielleicht nicht mehr. Weihnachtsromane müsste ich 1-2 Jahre im Voraus schreiben. Darauf habe ich ehrlich gesagt keine Lust. Außerdem bin ich ein sehr kommunikativer Mensch. Ich mag den Austausch und die Zusammenarbeit mit anderen Dienstleistern, wie Coverdesignern,
Lektoren und Korrektoren und Bloggern.
Warum sollten meine Leser „Sweet Santa Baby“ unbedingt lesen?
Danara: Es schenkt Hoffnung, wie alle Bücher der Almost Weihnachtsromanzen. Sie
erzählen Geschichten, die euch Lesern vielleicht durch eine schwere Zeit helfen, ein Lächeln ins Gesicht zaubern und den Glauben schenken, dass Wunder möglich sind.
Für jeden. Ihr müsst einfach nur noch ein wenig länger da draußen danach suchen.
An welchem Projekt arbeitest Du momentan?
Danara: An einer Mafia-Romanze, die ich unter einem weiteren Pseudonym
veröffentliche.
Auf welchen Social Media Plattformen trifft man Dich am meisten an?
Danara: Facebook
Vielen lieben Dank, dass Du Dir die Zeit genommen hast, mich in meiner Bücherstube zu besuchen Danara!
Danara: Sehr gerne.
Wenn Du mehr über die Autorin und ihre Bücher erfahren möchtest, schau doch einmal
hier vorbei:
https://www.danara-devries.de/
https://www.facebook.com/Danara.DeVries
https://www.instagram.com/danaradevries/

Vielen Dank für das schöne Interview. Ich musste jetzt erst mal „Gloomhaven“ googlen. 🙂
Früher hab ich auch gezockt, zusammen mit meinem(Ex-Mann – „World of Warcraft“. Irgendwann hatte ich dann aber keine Zeit mehr dafür und man verlernt die Skills sehr schnell, wenn man sie nicht täglich benutzt und irgendwann war ich dann komplett raus.
LG Babsi
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