„Seelenrose“ von Jane M. Pan


Ein schöner Start in die Zeitreise Reihe

Das Leben der 21-jährigen Literaturstudentin Francis ist ziemlich unspektakulär. Sie wohnt zusammen mit ihrer kleinen Schwester Momo bei ihrer Mutter in Dublin, geht regelmäßig zur Uni, trifft sich mit ihren Freundinnen Kazumi und Olivia und ist unglücklich verliebt.
Doch dann ändert sich ihr Leben schlagartig, als ihr in der Bibliothek ein altes Buch in die Hand fällt, dass sie ins Jahr 1814 schleudert. Francis fällt direkt vor die Kutsche des griesgrämigen Kiran. Während sie sich fragt, warum sie genau 200 Jahre in der Zeit zurückgereist ist, kennt Kiran scheinbar die Antwort darauf. Doch er ist nicht besonders mitteilsam und reagiert auf ihre Fragen, ziemlich verschlossen.

Ich bin ein großer Fan von Zeitreiseromanen und habe den zweiten Teil dieser Reihe, „Seelenflieder“ zufällig auf Lovelybooks entdeckt. Da es ja besser ist, die Bücher in der richtige Reihenfolge zu lesen, habe ich mir Teil 1 „Seelenrose“ sofort bestellt. 😉
Zwei Tage, nachdem das Buch bei mir eingetroffen ist, bin ich auch schon am Ende der Geschichte angekommen.
Der Schreibstil der Autorin hat mich sofort angesprochen und ich bin schnell in die Handlung eingetaucht. Sie braucht zwar ein wenig, um in Fahrt zu kommen, aber dank der flüssigen Ausdrucksweise fand ich das nicht weiter schlimm.
Zu Beginn lernen wir die Familie von Francis kennen. Ihre kleine Schwester ist für ihre 11 Jahre schon ziemlich reif. Der Tag ihrer Mutter ist vollgestopft mit Arbeit und lässt kaum Raum für anderes und ihr Vater ist ein sehr spiritueller Mensch, der offen für übersinnliche Phänomene ist.
Als Francis durch das alte Buch ins Jahr 1814 geschleudert wird, glaubt ihr Kiran die Geschichte sehr schnell, aber was soll der arme Mann auch machen, wenn ihm die Frau einfach vor die Füße fällt?! 😉
Die Zeitlinien laufen parallel und mir sind keinerlei Logikfehler aufgefallen. Für Fancis wird es immer anstrengender, zwei Leben zu führen. Irgendwie hat ihr Tag nie genug Stunden und im Laufe der Geschichte, läuft ihr die Zeit wortwörtlich davon.

Francis ist eine sympathische Protagonistin, die ich schon nach kurzer Zeit ins Herz geschlossen habe. Sie kapiert sofort, dass sie eine Zeitreise gemacht hat.
Auch ihr Vater zweifelt nicht eine Sekunde daran und macht sich zu keinem Zeitpunkt Sorgen um seine Tochter. Da wäre ein wenig Misstrauen bei Beiden, passender gewesen.
Mit seiner Hilfe, findet Fancis dann sehr schnell heraus, wie sie die Reisen selbst steuern und zwischen den Zeiten hin und her springen kann.
Gut gefallen hat mir Kiran. Er ist ein richtiger Einsiedler, der einen ziemlichen Dickschädel hat, eigensinnig und trotzig und zu Beginn ziemlich reserviert Francis gegenüber ist. Die Autorin hat seine Zerrissenheit und seine Ängste gut herausgearbeitet und ich habe ihm geglaubt, dass es ihm schwer fällt Francis zu vertrauen.
Die beiden Hauptprotagonisten sind authentisch und lebendig von der Autorin herausgearbeitet worden. Besonders die Dialoge zwischen den Beiden haben mir gut gefallen und ich musste zwischendurch öfter mal grinsen, wenn Francis versucht hat, Kiran über die moderne Welt des 21 Jahrhunderts aufzuklären. Auch die Nebencharaktere fügen sich gut in die Geschichte ein, auch wenn die eine oder andere Figur vielleicht etwas zu stereotypisch beschrieben wurde. So hätten in der Vergangenheit, die Dorfbewohner ruhig etwas misstrauischer sein dürfen, denn Francis ist Rose schließlich wie aus dem Gesicht geschnitten. Auch bei ihre Freundinnen Kazumi und Olivia wäre etwas mehr Skepsis, was die Zeitreisen betrifft, glaubwürdiger gewesen.

Aber das ist Meckern auf hohem Niveau, denn durch den tollen Schreibstil der Autorin wurde ich wie in einem Sog durch die Geschichte gezogen.
Es gibt keine bildgewaltigen und ausschweifenden Beschreibungen des Worldbildings. Ich muss sagen, dass mir das aber auch nicht gefehlt hat. Die Autorin hat sich auf das Wesentliche konzentriert und den Fokus auf die Handlung und die Gespräche der Protagonisten gesetzt.
Gelungen ist auch die unterschwellige Spannung, die sich durch das komplette Buch zieht und zum Ende hin, immer mehr ansteigt.
Lange war mir nicht klar, wohin die Reise führen und wie Francis und Kiran die Probleme lösen würden.
Die Entwicklung hat mir gut gefallen und ich habe mich besonders im Jahr 1814, sehr wohl gefühlt.
Für den ersten Teil der Reihe gibt es deshalb von mir 4 Sterne und eine Leseempfehlung. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung, die bereits auf mich wartet.

⭐⭐⭐⭐

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