„Nebelwanderer 1: Dunkle Vergangenheit“ von Aline Stuart

Eigentlich will die junge Historikerin Elida Alvarsdottjer sich mit einer kleinen Gruppe Wanderer treffen und mit ihnen eine Wikinger-Tour durch Dublin machen. Doch dann gerät sie in einen dichten Nebel und findet sich plötzlich in einem Wikingerdorf im Mittelalter wieder.
Gestandet im 9. Jahrhundert trifft Elida auf Yorick, dem Sohn des finsteren Clanoberhauptes, der sie gefangen nimmt und seinen Anspruch auf sie geltend macht.
Doch als kurze Zeit später Yannis aus ihrer Reisegruppe auftaucht, fühlt Elida sich nicht mehr ganz so alleine und schöpft wieder etwas Hoffnung.
Das Leben der Wikinger ist brutal und teilweise sogar barbarisch, doch Elida fühlt sich trotz allem, mit der Zeit in der Nähe von Yorick wohl und entwickelt Gefühle für den Wikingerkrieger. Allerdings ist da aber ja auch noch Yannis, zu dem sie sich ebenfalls hingezogen fühlt.
Bevor sie sich allerdings darüber den Kopf zerbrechen kann, muss sie erstmal die grausamen und unmenschlichen Sitten der Wikinger überleben und darüber nachdenken, wie Yannis und sie zurück in ihre Zeit zu kommen.

„Dunkle Vergangenheit“ ist der erste Teil der Nebelwanderer-Saga. Für mich ist es das erste Buch, dass ich von Aline Stuart gelesen habe und der Klappentext hat mich sofort neugierig auf die Geschichte gemacht.
Das Cover empfand ich hingegen als etwas zu dunkel und es hat mich nicht so richtig angesprochen.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig und angenehm zu lesen und sie hat mich von Anfang an sehr gut unterhalten.
Allerdings habe ich etwas Zeit gebraucht um in die Geschichte hineinzufinden, denn zu Beginn ging mir alles etwas zu schnell. Ich kam mit dem „denken“ gar nicht  hinterher und war teilweise ein wenig verwirrt.
Ein etwas ausführlicherer Einstieg, in dem deutlich wird, wo und warum sich die Gruppen scheinbar in der Wildnis treffen (und warum Yannis und Elida so spät und getrennt dazustoßen), hätte mir den Start in die Handlung erleichtert.
Elida ist eine starke und mutige Propagonistin. Sie ist couragiert und furchtlos und hat bei mir schnell Sympathiepunkte sammeln konnen.
Nachdem der Nebel sie, wie durch ein Portal in die Wikingerzeit katapultiert hat, muss sie erstmal um ihr Überleben kämpfen. Doch die junge Historikerin kennt sich mit den Sitten und Gebräuchen der Wikinger ein wenig aus und so werden ihr gefährliche Situationen nicht gleich zum Verhängnis. Sie findet sich in der, für sie völlig neuen Welt überrascht gut zurecht.
Yorick unterscheidet sich in seinem Verhalten völlig von den restlichen Wikingern und vor allem von seinen Vater, den brutalen Clanchef. Er beschützt Elida soweit es ihm möglich ist und ist damit mein heimlicher Lieblingspropagonist.
Yannis ist Profi-Eishockeyspieler und fast sowas wie ein „Promi“. Zu ihm fand ich irgendwie keinen richtigen Zugang und ich konnte ihn nur schwer einschätzen. Ich bin gespannt, wie sich seine Charaktere im nächsten Teil  entwickeln wird.
Die Nebenfiguren sind alle sehr vielschichtig und lebendig beschrieben und sie fügen sich wunderbar in die Geschichte ein.
Allerdings haben sich nach meinem Gefühl, die Beteiligten viel zu schnell mit den Gegebenheiten abgefunden und wussten scheinbar sofort, dass sie eine Zeitreise gemacht haben.

Die Autorin hat die Handlung mit einer Prise Erotik gewürzt und das Leben der Wikinger und auch die Stimmung, die im Dorf herrscht, sehr gut vermittelt.
Das Ende des ersten Bandes hat mich etwas erstaunt – das habe ich so nicht erwartet.
Ich bin gespannt auf die Auflösung und darauf, wie es mit Elida, Yannis und Yorick weitergeht.

Der erste Teil der Nebelwanderer-Saga bekommt von mir 4 Sterne ⭐⭐⭐⭐ und eine Leseempfehlung.

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